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Minjan (DVD)

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Format: DVD
Jugendschutz: FSK16
Studio: Edition Salzgeber
Untertitel: Deutsch
Sprache: Englisch
Laufzeit: 118 min.
Minjan (DVD)
David stammt aus einer russischen Einwandererfamilie und nimmt als guter Sohn regelmäßig an den Gottesdiensten seiner jüdischen Gemeinde teil, um das Quorum zu erreichen. Doch als Junge, der auf andere Jungs steht, fühlt er sich von den strengen Regeln seiner Community mehr und mehr eingeengt. Ausgerechnet die Nachbarn seines Großvaters, ein älteres schwules Paar, lassen ihn die Möglichkeiten von homosexueller Liebe erahnen – aber auch die plötzliche Vergänglichkeit allen Lebens. David beginnt, sein Begehren in den Bars und Clubs des East Village zu erkunden.

In seinem vielschichtigen Regiedebüt erzählt Eric Steel von einem sexuellen Erwachen, vom Bruch mit tradierten Werten und einem Glaubenskonflikt inmitten eines noch nicht gentrifizierten New Yorks, das gleichwohl bereits unter dem verheerenden Eindruck von HIV/Aids steht.

CAST

David: Samuel H. Levine
Josef: Ron Rifkin:
Herschel: Christopher McCann
Itzik: Mark Margolis
Zalman: Richard Topol
Rachel: Brooke Bloom
Bruno: Alex Hurt

CREW

Regie: Eric Steel
Buch: Eric Steel, Daniel Pearle
Produzenten: Luca Borghese, Ben Howe, Eric Steel, Luigi Caiola
Kamera: Ole Bratt Birkeland
Schnitt: Ray Hubley
Musik: David Krakauer, Kathleen Tagg
Produktionsdesign: Lucio Seixas

DIRECTOR’S STATEMENT
ERIC STEEL ÜBER SEINEN FILM

Es gibt eine bestimmte Art, wie sich Fremde durch fremde Orte bewegen. Immigranten, Juden, Homosexuelle – um zu überleben, haben sie gelernt, scharf zu beobachten, zuzuhören statt zu reden, stets auf der Hut vor Bedrohungen zu sein. Sie tragen Geschichte auf ihren Schultern und begnügen sich mit weniger für eine aussichtsvolle Zukunft. Das ist die DNA und der Ethos von „Minjan“ – und zugleich die Art, wie ich mich selbst durch mein Leben bewegt habe. Herauszufinden wer ich war, war mit Schmerz und mit sexueller Erkundung verbunden. Jeder Einzelne aus meinem ersten schwulen Freundeskreis war tot, ehe die 1990er Jahre anfingen – jeder außer mir. Ich wusste nie wirklich, was Schatten und was Licht war. Ich fand Trost und war fasziniert von den Geschichten, die mir meine Großeltern erzählten, von ihrer Geheimniskrämerei und ihrem jiddisches Flüstern… und ich fand Antworten, eine Art Zuhause in Büchern. Mich ziehen die Ecken und Kanten von Dingen an, Momente in einer besonderen Balance und Spannung – wie hier zwischen Angst und Freiheit, zwischen Sichtbarkeit und Verborgenheit, zwischen der Frische und Unerfahrenheit der Jugend und dem Ernst des Alters. Inspiriert hat mich eine Zeile von James Baldwin, die ich in ein altes Notizbuch geschrieben habe, als ich auf der Highschool war, und die nun in „Minjan“ eine zentrale Rolle spielt: „Geh dahin zurück, wo Du hergekommen bist, oder so weit zurück, wie Du kannst, begutachte alles, trete Deine Reise erneut an und sei ehrlich dabei. Singe und rufe es hinaus, verkünde es oder behalte es für Dich selbst; aber wisse, woher Du gekommen bist.“